...der Begriff "Bunzlauer Technik"

Das Bunzlauer Geschirr vor 1945 wurde aus dem hellbrennenden Ton der schlesischen Tongruben hergestellt. Er wurde sowohl auf der Töpferscheibe frei gedreht, als auch zum Ein- und Überdrehen mit Gipsformen eingesetzt. Ebenso wurde er als keramische Gießmasse aufbereitet.

Dekoriert wurde dieses Geschirr überwiegend in der bunten "Schwämmeltechnik": Aus feinporigen Schwämmen werden Stempel geschnitten, in keramische Farben getaucht und auf den hellen Untergrund aufgetupft. Die Gefäße werden dann farblos glasiert und hoch gebrannt. So entsteht unter anderem das berühmte Pfauenauge-Muster. Es gab jedoch damals auch viele andere Dekortechniken und andere Glasurfarben. Immer wieder versuchten findige Töpfer sich mit eigenen Mustern von der "Massenware" abzugrenzen.

Die andere berühmte Keramik im Bunzlauer Stil, war das Bunzlauer Braunzeug. Hier wurde ein in der Nähe gegrabener, leicht schmelzbarer Lehm ohne jeden Zusatz auf den lederharten Rohling aufgebracht und bei hoher Temperatur gebrannt. Mit staatlicher Unterstützung wurde auch die "Aktion Bunzlauer Braunzeug" ins Leben gerufen. Hierbei wurde eine Technik entwickelt, wie die dunkelbraune Lehmglasur mit weißer Engobe/Glasur dekoriert werden kann.

Gebrannt wurde mit offenem Feuer im "Kasseler Ofen" bei einer Temperatur von ca.1250 - 1300 °C. Es entstand sowohl gesintertes Steinzeug als auch ofenfestes Kochtopfgeschirr.

Das heute hergestellte Geschirr im "Bunzlauer Stil" wird mit den gleichen Techniken gemacht, dekoriert und gebrannt. Siehe auch unsere Produktseiten unter
Fremdwaren.

© by Töpferei Seiler Friedrich Moll

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