...der Begriff "Bunzlauer Geschirr"

Im Gebiet der niederschlesischen Stadt Bunzlau entstanden seit Jahrhunderten getöpferte Gefäße mit besonderem Aussehen. Da sie wegen ihrer Qualität und ihres Aussehens sehr erfolgreich waren, nannte man sie "Bunzeltippel" oder "Bunzlauer Geschirr" (siehe auch unsere Produktseiten unter Fremdwaren).

Töpfereien der näheren Umgebung schlossen sich diesem Stil an. Da das Zunftrecht die Zahl der einzelnen Werkstätten beschränkte, wanderten manche junge Meister weit weg und verbreiteten so den "Bunzlauer Stil" bis weit hinein nach Sachsen. Vor allem in der Lausitz gab es und gibt es bis heute viele Töpfereien, die diese traditionelle Keramik herstellen.

Durch die Vertreibung (2.Weltkrieg) war das Ende der deutschen Töpfertradition in Schlesien gegeben. Viele schlesischen Töpfer gründeten in der BRD neue Werkstätten, so auch die Töpferei Seiler in Leutershausen. Einige fertigen auch heute noch schöne und sinnvolle Gefäße im Bunzlauer Stil.

Im Gebiet Bunzlau (polnisch: Boleslawiec) wurde unter polnischer Besiedlung die Herstellung des Bunzlauer Stils zunächst ganz eingestellt. Erst seit ca.1980 Jahren besinnen sich polnische Töpfereien auf die Wiederbelebung der Bunzlauer Tradition. Sie stellen in großen Mengen sehr gute Nachahmungen her. Dabei kommt ihnen zu Gute, daß sie den hervorragenden Ton dieser Landschaft nutzen können.

Die Streitfrage lautet: "Was ist echtes Bunzlauer Geschirr"? Kommt es eher auf die Menschen und deren Kultur an - oder auf den Ort, die Landschaft und den Rohstoff?

Wir sind der Meinung: Beides allein genügt nicht... und beides zusammen ist seit 1945 nicht mehr möglich. Also gibt es "Echtes Bunzlauer Geschirr" nur bis zum Jahre 1945!

© by Töpferei Seiler Friedrich Moll

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